Windenergie

Rotorblatt-Inspektion aus der Luft für Windenergieanlagen

Wir befliegen Rotorblätter, Turm und Gondel Ihrer Windenergieanlage mit hochauflösender Kamera. Auffälligkeiten verorten wir nach Blatt, Seite und Radius. Die Anlage steht nur so lange still, wie die Befliegung dauert, und niemand muss dafür am Seil hängen.

Wann Sie uns rufen

Kommt Ihnen das bekannt vor?

  1. 01Die wiederkehrende Prüfung steht an, und Ihr Sachverständiger braucht aktuelle Bilder der Blätter.
  2. 02Sie vermuten Erosion an der Vorderkante und möchten Bescheid wissen, bevor Sie einen Seilzugang beauftragen.
  3. 03Nach einem Gewitter wollen Sie wissen, ob ein Blitz Spuren am Blatt hinterlassen hat.
  4. 04Die Gewährleistung läuft aus, und der Zustand der Blätter soll vorher dokumentiert werden.
  5. 05Sie übernehmen eine Bestandsanlage und möchten wissen, in welchem Zustand sie ist.
  6. 06Sie wollen einen bekannten Schaden über die Jahre verfolgen und brauchen vergleichbare Aufnahmen.

Eine Rotorblatt-Inspektion per Drohne zeigt Erosion, Risse und Blitzschäden an allen Blattseiten, ohne dass jemand am Seil hängt. Wir erfassen Blätter, Turm und Gondel in hoher Auflösung und verorten Auffälligkeiten nach Blatt, Seite und Radius. Ihr Sachverständiger bekommt damit eine Grundlage, mit der er bei der wiederkehrenden Prüfung arbeiten kann.

Warum ein Blick von oben

Schäden an Rotorblättern entwickeln sich meist langsam. Erosion an der Vorderkante beginnt klein, Risse in der Schale wachsen mit der Zeit, und ein Blitzeinschlag hinterlässt Spuren, die man vom Boden aus oft nicht sieht. Wer früh hinsieht, kann Reparaturen planen, bevor aus einem kleinen Schaden ein teurer wird.

Die klassische Außenprüfung am Seil braucht ein Team mit Höhenausbildung, passendes Wetter und einen längeren Stillstand. Die Drohne fliegt die Blätter von allen Seiten ab, also Druckseite, Saugseite, Vorderkante und Hinterkante. Die Anlage steht dabei nur so lange still, wie die Befliegung dauert. Wie der Ablauf im Detail aussieht und wo die Grenzen liegen, erklären wir im Beitrag Rotorblätter per Drohne prüfen.

So läuft der Einsatz

  1. Wir stimmen uns mit Ihnen, der Betriebsführung und auf Wunsch mit Ihrem Sachverständigen ab. Frühere Berichte helfen beim Vergleich.
  2. Wir klären Geozonen, die Zustimmung nach § 21h LuftVO und ein Wetterfenster mit wenig Wind und guter Sicht.
  3. Am Einsatztag wird die Anlage angehalten und der Rotor in eine passende Stellung gebracht. Das übernimmt Ihr Service oder die Betriebsführung.
  4. Wir befliegen Blatt für Blatt und Seite für Seite, dazu Turm und Gondel. Danach geht die Anlage wieder in Betrieb.
  5. Wir werten die Aufnahmen aus, verorten die Befunde nach Blatt, Seite und Radius und stufen sie nach Dringlichkeit ein. Sie bekommen Bericht, Bildserie und Befundliste.

Wiederkehrende Prüfung und Sachverständige

Die wiederkehrende Prüfung einer Windenergieanlage machen unabhängige Sachverständige. Sie umfasst Maschine, Rotorblätter und Turm. Grundlage sind die DIBt-Richtlinie für Windenergieanlagen, Kapitel 15, und die BWE-Grundsätze für die Wiederkehrende Prüfung mit Stand April 2025. Die Intervalle ergeben sich aus Genehmigung, Typenprüfung und Gutachten und nicht aus einer pauschalen Frist.

Der BWE hat im März 2025 eine Anwendungsempfehlung zum Einsatz von Drohnen bei der wiederkehrenden Prüfung veröffentlicht. Danach kann eine Drohnenbefliegung unter Bedingungen die handnahe Außenprüfung der Rotorblätter ersetzen. Die darauffolgende Prüfung muss dann wieder handnah erfolgen. Ob die Bedingungen in Ihrem Fall erfüllt sind, entscheidet Ihr Sachverständiger. Was Betreiber vorab tun können, steht im Beitrag Wiederkehrende Prüfung der Windenergieanlage.

Was Elektroniker und Elektrokonstrukteure anders sehen

Ein Blitzschaden am Rotorblatt ist nicht nur ein Schaden an der Schale. Er sagt auch etwas über das Blitzschutzsystem der Anlage aus, also über Rezeptoren, Ableitung und den Weg des Stroms bis in die Erde. Wir achten deshalb auf Brandspuren an Rezeptoren, auf Schäden in ihrer Umgebung und auf Auffälligkeiten an Gondel und Kennzeichnung.

Unser Team kommt aus Industrie, Energie- und Gebäudetechnik. FLYX ist ein Geschäftsbereich der FISEKON GmbH, die seit 1998 Schaltanlagen und elektrische Anlagen für die Industrie konstruiert. Wir wissen, wie elektrische Anlagen aufgebaut sind und welche Sicherheitsregeln an ihnen gelten. Das hilft, Befunde richtig zu gewichten und dem passenden Fachbetrieb zuzuordnen.

Grenzen und Zusammenarbeit

Wir sind keine Sachverständigen für Windenergieanlagen und führen die wiederkehrende Prüfung nicht selbst durch. Wir liefern Bilder, Befundliste und Einordnung, mit denen Ihr Sachverständiger arbeiten kann. Reparaturen an den Blättern übernimmt ein Rotorblattservice.

Den Blitzschutz von Windenergieanlagen beschreibt die IEC 61400-24, für seine Prüfung gibt es eine Technische Richtlinie des BWE. Messungen am Blitzschutzsystem und Besichtigungen im Blattinneren gehören in die Hände der dafür zuständigen Fachleute. Unsere Aufnahmen zeigen ihnen, wo sie genauer hinsehen sollten.

Was es kostet

Einen Pauschalpreis nennen wir nicht, weil Anlagen und Aufgaben sehr verschieden sind. Der Aufwand hängt vor allem von diesen Punkten ab.

  • Zahl der Anlagen und ob mehrere an einem Standort in einem Einsatz zusammenkommen
  • Umfang, also nur Rotorblätter oder auch Turm und Gondel
  • Lage und Anfahrt von Harsewinkel aus
  • Tiefe der Auswertung und ob ein Vergleich mit früheren Befliegungen gewünscht ist

Sprechen Sie uns an, wenn eine Prüfung ansteht oder Sie einen Schaden vermuten. Wir sagen Ihnen ehrlich, was eine Befliegung leisten kann und was sie kostet. Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.

Häufige Fragen

Was Kunden uns fragen

Ersetzt die Drohne die handnahe Prüfung der Rotorblätter?

Unter Bedingungen ja, aber nicht dauerhaft. Nach der Anwendungsempfehlung des BWE vom März 2025 kann eine Drohnenbefliegung die handnahe Außenprüfung der Rotorblätter bei einer wiederkehrenden Prüfung ersetzen. Die darauffolgende Prüfung muss dann wieder handnah erfolgen. Ob die Bedingungen erfüllt sind, entscheidet Ihr Sachverständiger.

Führen Sie die wiederkehrende Prüfung durch?

Nein. Die wiederkehrende Prüfung machen unabhängige Sachverständige. Wir liefern Bilder, Befundliste und Einordnung, mit denen Ihr Sachverständiger arbeiten kann. Auf Wunsch stimmen wir den Umfang vorab direkt mit ihm ab.

Wie lange steht die Anlage still?

Nur so lange, wie die Befliegung dauert. Wie lange das ist, hängt von Anlage, Umfang und Wetter ab. Sinnvoll ist ein Tag mit wenig Wind, an dem der Ertragsausfall ohnehin gering ist.

Prüfen Sie auch den Blitzschutz der Anlage?

Wir dokumentieren Blitzrezeptoren und sichtbare Blitzschäden an den Blättern. Die Prüfung des Blitzschutzsystems mit Messungen gehört in die Hände einer Fachfirma oder des Sachverständigen. Unsere Bilder zeigen, wo dabei genauer hingesehen werden sollte.

Wie oft sollte man Rotorblätter inspizieren lassen?

Eine pauschale Frist gibt es nicht. Die Intervalle der wiederkehrenden Prüfung ergeben sich aus Genehmigung, Typenprüfung und Gutachten. Zusätzliche Befliegungen können sinnvoll sein, etwa nach einem Gewitter oder wenn Sie einen Schaden über die Zeit beobachten wollen.

Können Sie auch das Innere der Blätter prüfen?

Nein. Die Drohne erfasst die Außenseite von Blättern, Turm und Gondel. Für eine Besichtigung im Blattinneren braucht es andere Verfahren und Personal an der Anlage.

In welchem Gebiet sind Sie im Einsatz?

Von Harsewinkel im Kreis Gütersloh aus sind wir in Ostwestfalen-Lippe, im Münsterland und in ganz NRW im Einsatz, zum Beispiel in Gütersloh, Bielefeld, Paderborn, Münster, Dortmund und im übrigen Ruhrgebiet. Schreiben Sie uns, wo Ihre Anlage steht.

Anfrage

Schildern Sie uns das Problem.

Wir sagen Ihnen ehrlich, ob wir es lösen können und was es kostet. Ein paar Sätze und, wenn vorhanden, ein Foto reichen für den Anfang.