Freileitungen

Freileitungen und Masten aus der Luft prüfen, ohne den Mast zu besteigen

Wir befliegen Strommasten und Leitungsabschnitte mit hochauflösender Kamera und Wärmebild. Isolatoren, Armaturen, Klemmen und Seile sehen wir aus mehreren Blickwinkeln, ohne dass jemand den Mast betritt. Als Elektroniker und Elektrokonstrukteure wissen wir, welchen Abstand eine Anlage unter Spannung verlangt und worauf es bei ihrer Bewertung ankommt.

Wann Sie uns rufen

Kommt Ihnen das bekannt vor?

  1. 01Am Mast müsste jemand hoch, die Leitung soll aber am Netz bleiben.
  2. 02Die Begehung der Trasse steht an, und Sie möchten mehr sehen als vom Boden aus.
  3. 03An einem Isolator oder einer Klemme gibt es einen Verdacht, den Sie genauer ansehen wollen.
  4. 04Nach einem Sturm wollen Sie wissen, ob Bäume, Äste oder Fremdkörper die Leitung gefährden.
  5. 05Sie betreiben als Industriebetrieb eine eigene Leitung und haben kein Personal für Mastbesteigungen.
  6. 06Für die Trassenpflege brauchen Sie einen Überblick über den Bewuchs im Schutzstreifen.

Eine Freileitung per Drohne prüfen heißt, Masten, Isolatoren, Armaturen und Seile aus der Luft zu erfassen, ohne dass jemand den Mast besteigt. Wir liefern Fotos aus mehreren Blickwinkeln, Wärmebilder der Verbindungen und eine Befundliste je Mast. In der Regel kann die Leitung dabei in Betrieb bleiben. Die Entscheidung darüber treffen Sie als Betreiber.

Warum ein Blick von oben

Netzbetreiber müssen nach dem Energiewirtschaftsgesetz ein sicheres und zuverlässiges Netz gewährleisten. Dazu gehört, den Zustand von Masten und Leitungen zu kennen. Vom Boden aus sieht man Isolatoren und Klemmen nur von unten und aus großer Entfernung. Eine Mastbesteigung dagegen braucht Freischaltung, Zeit und Personal mit Höhenausbildung.

Die Drohne sieht Isolatoren, Armaturen und Seile von oben und von der Seite, aus mehreren Blickwinkeln und mit dem nötigen Abstand. Im Wärmebild fallen Klemmen und Verbinder auf, die sich unter Last stärker erwärmen als ihre Umgebung. Netzbetreiber wie Netze BW, Bayernwerk, Amprion oder MITNETZ setzen Drohnen bereits bei der Leitungsinspektion ein. Wie eine solche Inspektion ohne Abschaltung abläuft, beschreibt unser Beitrag Freileitungen prüfen, ohne abzuschalten.

Der rechtliche Rahmen

Nach § 21h Abs. 3 LuftVO ist der Drohnenbetrieb innerhalb von 100 m seitlichem Abstand zu Anlagen der Energieerzeugung und Energieverteilung nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Betreibers oder der zuständigen Stelle zulässig. Diese Zustimmung klären wir gemeinsam mit Ihnen, bevor wir starten. Geflogen wird in Sichtweite des Fernpiloten, längere Trassen befliegen wir deshalb in Abschnitten. Flüge außerhalb der Sichtweite brauchen eine eigene Genehmigung in der speziellen Kategorie.

Amprion hat im August 2026 in einem Positionspapier Erleichterungen für Drohnenflüge an Freileitungen gefordert. Das ist ein Vorschlag und kein geltendes Recht. Einen Überblick über die Regeln gibt der Beitrag Darf eine Drohne an Stromleitungen fliegen?

So läuft der Einsatz

  1. Sie nennen uns Leitung, Abschnitt und Anlass. Eine Mastliste oder ein Trassenplan hilft bei der Planung.
  2. Wir klären Zustimmung, Geozonen, Zufahrten sowie Start- und Landeplätze entlang der Trasse.
  3. Am Einsatztag befliegen wir Mast für Mast. Für das Wärmebild ist es günstig, wenn die Leitung Last führt.
  4. Wir werten die Aufnahmen aus, ordnen jeden Befund einem Mast oder Spannfeld zu und stufen ihn nach Dringlichkeit ein.
  5. Sie bekommen Bildserie, Wärmebilder und Befundliste, auf Wunsch auch ein 3D-Modell für Abstände und Trassenpflege.

Was Elektroniker und Elektrokonstrukteure anders sehen

An einer Freileitung zählt nicht nur, was man sieht, sondern auch, was es elektrisch bedeutet. Eine erwärmte Klemme deutet auf einen erhöhten Übergangswiderstand hin. Ein verschmutzter oder beschädigter Isolator kann das Risiko von Überschlägen erhöhen. Solche Befunde gewichten wir anders als eine abgeplatzte Beschichtung am Mast.

Ein Wärmebild an einer Leitung ist nur so gut wie seine Deutung. Ob eine warme Klemme auffällig ist, hängt davon ab, wie viel Strom gerade fließt und wie warm vergleichbare Verbindungen am selben Mast sind. Wir vergleichen deshalb Phasen und Verbindungen untereinander, statt nur einen einzelnen Temperaturwert abzulesen.

Unser Team kommt aus Industrie, Energie- und Gebäudetechnik. FLYX ist ein Geschäftsbereich der FISEKON GmbH, die seit 1998 Schaltanlagen und elektrische Anlagen für die Industrie konstruiert. Wir wissen, welchen Abstand eine Anlage unter Spannung verlangt, und halten ihn bei der Befliegung ein. Und wir beschreiben Befunde so, dass Ihr Netzservice weiß, was ihn am Mast erwartet und welches Material er mitnehmen sollte.

Grenzen und Zusammenarbeit

Wir bieten keine Instandsetzung an. Reparaturen, den Austausch von Isolatoren oder den Rückschnitt im Schutzstreifen übernimmt Ihr eigener Netzservice oder ein beauftragter Fachbetrieb. Weil wir nichts davon verkaufen, bewerten wir neutral. Messungen an der Leitung und Prüfungen, die Zugang zum Mast verlangen, ersetzt die Befliegung nicht. Sie zeigt aber, wo sich ein genauerer Blick lohnt, und kann so Besteigungen an Masten ohne Befund ersparen.

Was es kostet

Einen Pauschalpreis nennen wir nicht, weil Trassen und Aufgaben sehr verschieden sind. Der Aufwand hängt vor allem von diesen Punkten ab.

  • Länge der Trasse und Zahl der Masten
  • Gelände, Zufahrten sowie Start- und Landeplätze
  • Ob Wärmebild und 3D-Modell dazugehören
  • Aufwand für Zustimmungen und Abstimmung mit Behörden
  • Lage und Anfahrt von Harsewinkel aus

Schildern Sie uns Ihre Leitung und den Anlass. Wir sagen Ihnen ehrlich, was eine Befliegung leisten kann und was sie kostet. Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.

Häufige Fragen

Was Kunden uns fragen

Darf eine Drohne überhaupt an einer Stromleitung fliegen?

Ja, aber nur mit Zustimmung. Nach § 21h Abs. 3 LuftVO ist der Drohnenbetrieb innerhalb von 100 m seitlichem Abstand zu Anlagen der Energieverteilung nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Betreibers oder der zuständigen Stelle zulässig. Diese Zustimmung klären wir vor jedem Einsatz gemeinsam mit Ihnen.

Muss die Leitung für die Befliegung abgeschaltet werden?

In der Regel nicht, denn die Drohne hält Abstand und berührt nichts. Ob für einen Abschnitt besondere Vorgaben gelten, entscheiden Sie als Betreiber. Für das Wärmebild ist eine Leitung unter Last sogar günstig, weil sich schlechte Verbindungen vor allem dann erwärmen.

Können Sie die ganze Trasse am Stück befliegen?

Geflogen wird in Sichtweite des Fernpiloten. Längere Trassen befliegen wir deshalb in Abschnitten. Flüge außerhalb der Sichtweite brauchen eine eigene Genehmigung in der speziellen Kategorie.

Setzen Netzbetreiber Drohnen schon ein?

Ja. Netzbetreiber wie Netze BW, Bayernwerk, Amprion oder MITNETZ nutzen Drohnen bereits bei der Leitungsinspektion. Wer kein eigenes Drohnenteam aufbauen will, kann die Befliegung bei uns beauftragen.

Was passiert mit den Befunden?

Sie bekommen eine Befundliste je Mast mit Bild, Ort und Dringlichkeit. Die Instandsetzung übernimmt Ihr eigener Netzservice oder ein beauftragter Fachbetrieb. Wir bieten keine Reparatur an und bewerten deshalb neutral.

Wie gehen Sie mit Grundstücken entlang der Trasse um?

Wir planen Start- und Landeplätze vorab und stimmen Zufahrten mit Ihnen ab. Fremde Grundstücke erfassen wir nur so weit, wie es für die Inspektion nötig ist, und achten bei den Aufnahmen auf den Datenschutz.

In welchem Gebiet sind Sie im Einsatz?

Von Harsewinkel im Kreis Gütersloh aus sind wir in Ostwestfalen-Lippe, im Münsterland und in ganz NRW im Einsatz, zum Beispiel in Gütersloh, Bielefeld, Paderborn, Münster, Dortmund und im übrigen Ruhrgebiet. Schreiben Sie uns, wo Ihre Anlage steht.

Anfrage

Schildern Sie uns das Problem.

Wir sagen Ihnen ehrlich, ob wir es lösen können und was es kostet. Ein paar Sätze und, wenn vorhanden, ein Foto reichen für den Anfang.